Fahrradkaufberatung mit folgenden Themen:

» Welches Rad brauche ich | » Welche Rahmenhöhe | » Welche Bremsen  | »  Welche Schaltungen
»  Infos Reifen  | » Welcher Sattel  | »  Welche Federungen  | »  Welche Kleidung-Schuhe

1.0  Welches Fahrrad-Bike brauche ich ?  

Sie wollen ein neues Fahrrad kaufen? Auf zum Fachhändler. Dort haben Sie eine größere Chance eine gute Beratung zu bekommen ! Machen Sie nicht den Fehler und kaufen Sie Ihr Rad im Baumarkt oder im
Lebensmittel-Laden. Dort können Sie in der Regel keine vernünftige Beratung und Service erwarten.
Die Räder sind nur vormontiert. Die Einstellung der Sattel- und Lenkerhöhe sowie die Einstellung von Schaltung und Bremsen und Montage des Pedals muss der Käufer in der Regel selber vornehmen.
Oft sind die Laufräder schlecht EINGESPEICHT und müssen nachzentriert werden.
Die Fachhändler weigern sich meistens, diese Räder nachzubessern.
Achtung: Nicht jedes Fachgeschäft ist immer kompetent. Es lohnt sich Beratung, Produkte (Marken) und Service verschiedener Fachgeschäfte zu vergleichen, um dann die richtige Entscheidung zu treffen.
Achten Sie beim Kauf eines Fahrrades darauf, dass Ihnen der Händler die Möglichkeit gibt, dass Rad ausreichend Probe zu fahren. Eine kleine Runde von 5 min reicht nicht aus. Eine Tour von 30 min sollte es sein, bevor Sie eine Kauf-Entscheidung über das Rad treffen .
Die wichtigste Frage, die Sie sich vor dem Gang zum Händler stellen sollten lautet:
Wofür will ich mein Fahrrad nutzen ?  
• Für Wochenendtouren und Radreisen oder für den Weg zur Arbeit » das Trekkingrad  
• Zum Einkaufen oder für kleine Touren  » das Cityrad  
• Für sportliche Touren im Gelände » das Crossbike   » oder das Mountainbike  
• Zum sportlichen Radfahren auf der Strasse  » das Rennrad  oder das Fitnessbike
• Für entspanntes Fahren das » Pedelc
Daraus ergeben sich andere Anforderungen an das Rad.
Je öfter Sie Ihr Rad benutzen, desto wichtiger ist es, auf hochwertige Radteile (Komponenten) zu achten.
Damit steigt natürlich auch der Preis des Rades.
Testberichte über Räder 2016  Mountainbikes-Rennräder-Fitnessbikes-Grossräder-Trekkingräder-Stadträder finden Sie in der Zeitschrift " aktiv Radfahren " .

2.0  Wie viel Gänge braucht mein Fahrrad.

Ein Fahrrad mit 27 oder 30 Gänge hört sich gut an. Sind 27 oder 30 Gänge nötig ?
Diese Gänge können Sie im Fahrbetrieb nicht alle nutzen. Viele sind (fast) gleich, einige sollte man nicht nutzen, weil die Kette dann zu schräg läuft. Von den 27 Möglichkeiten bleiben in der Regel nur 16 oder 17 Gänge übrig. Wichtig ist nicht immer die Anzahl der Gänge, sondern der kleinste und der größte Gang.
Vom kleinsten Gang hängt im wesentlichen die Bergtauglichkeit ab. Der Unterschied zwischen einer 8 Gang oder 11 Gang Nabenschaltung und einer 30/27-Gang Kettenschaltung liegt nicht nur in der Bergtauglichkeit, sondern auch in der Abstufung. Tourenfahrer und sportliche Fahrer legen mehr Wert auf eine feine Abstufung.
Sie werden deshalb in der Regel eine Kettenschaltung bevorzugen.
Die 8 Gang-Nabenschaltung von Shimano und die von Sram " I-Motion 9" bietet in Verbindung mit einem
2-Fach Kettenblatt (Vorne) eine höhere Gangvielfalt und eine feinere Abstufung. Sie wird deshalb auch an sportliche Trekkingräder verbaut. Eine Nabenschaltung erfordert keine große Wartung. Man sollte deshalb überlegen, ob man ein Rad für den Weg zur Arbeit oder zum Einkaufen nicht mit einer wartungsarmen Nabenschaltung nimmt. Kettenschaltungen eignen sich für sportliche Räder an (auch für Trekkingräder).
Diese Schaltungen haben eine breite (feine) Übersetzung und gute Bergtauglichkeit, brauchen aber mehr Pflege und haben einen höheren Verschleiß. Je nach Einsatz muss bei einer Kettenschaltung alle 1500 bis 5000 km ein Kettenwechsel durchgeführt werden. Auch die hintere Cassette muss von Zeit zu Zeit ausgetauscht werden.
Die 14-Gang-Nabenschaltung von Rohloff ist für den sportlichen Einsatz ausgelegt und braucht wenig Wartung. Sie ist aber auch teuer. Wenn man mal überlegt, was eine Kettenschaltung durch Wartung (Verschleiß) über Jahre kostet, kann sich die Mehrausgabe für eine Rohloff-Nabe durchaus LOHNEN.

3.0  Gangschaltungen.

Es gibt fünf Hersteller :   
3.1  Shimano   
* Marktführer bei 7-Gang-Nabenschaltung, 8-Gang-Nabenschaltung-Nexus/Alfine und 11-Gang-Nabenschaltung-Alfine Achtung: Die neue 8 Gang und 11 Gang Nabenschaltung Alfine von Shimao ist ohne Rücktritt und gibt es  mit Scheibenbremse.          
* Kettenschaltungen: 8/9-Fach mit 3 Kettenblätter, 10-Fach mit 1/2/3 Kettenblätter, Gänge und 11-Fach mit 1/2/3 Kettenblätter     
* Rennrad-Kettenschaltung 10/11- Fach, Anzahl-Gänge = 2 X 10/11  oder 3 x 10 /11 .
3.2  SRAM.   
* Kettenschaltungen 9 fach und 10 /11 Fach bis 30 "Gänge" für MTB,Rennrad,Trekkinrad in allen Qualitätsstufen     
* DualDrive kombinierte 3 Gang-Nabe mit 9- fach Kettenschaltung , Anzahl-Gänge 3 x 9 = 27  
* 7 Gang Nabenschaltung , 7 Gang Nabenschaltung       
* 9 Gang Nabenschaltung " I-Motion 9"  auch mit 2 Fach Kettenblatt
3.3  NuVinci    
*  Stufenlose Nabenschaltung im hochwertigen Bereich
3.4  Rohloff   
* hochwertige 14-Gang-Nabenschaltung.
3.5  Campa  (Rennradschaltung)   
* Kettenschaltungen 11 fach bis 30 "Gänge" im  hochwertigen Bereich
3.6  Schalthebel/Kurbeln/Ketten/Ritzel.
Die Verschleißteile wie Kette und Ritzel von Shimano und Sram sind kompatibel.
Bei den Schaltgriffen gibt es Drehgriffschalter, Daumenschalter ( Rapidfire- Plus-Schaltgriffe) und Dual-Controll Brems/Schaltgriffe (Schalten u. Bremsen mit einem Hebel).
Es ist Geschmackssache wofür Sie sich entscheiden.
Bei den Kurbeln gibt es jetzt zu den 3 Fach Kurbeln ( 22/34/44 Zähne) und ( 26/36/48), ferner gibt es jetzt auch 2 Fach und 1-Fach Kurbeln  die am MTB, Rennrad, Fitnessrad und am Trekkingrad verbaut werden.
Hier gibt es weitere Infos über Ketten- und Nabenschaltungen und deren  » Übersetzungen-Schaltungen

4.0  Bremsen  

Folgende Typen gibt es:
a) Rücktrittbremse
Die Rücktrittbremse ist von der Witterung (Nässe) unabhängig, weil sie in die Nabe integriert ist. Rücktrittbremsen sind aber für längere Bergab-Fahrten nicht geeignet, weil sie bei Dauerbremsung schnell überhitzen und die Bremskraft dann nachlässt. Bei den Alltagsrädern sind sie wegen der Wartungsarmut jedoch beliebt. Diese Bremsen werden kaum noch verbaut.
b) Felgenbremse:
V-Brake, Hydraulischen-Bremse von Magura, Seitenzubremse (Rennrad)
Felgenbremsen haben bei Nässe grundsätzlich eine geringere Bremswirkung als bei Trockenheit.
Die Felgenbremsen haben den Nachteil, dass nicht nur die Bremsbeläge verschleißen, sondern auch die Felgen
c) Scheibenbremse 
Sportlichen Fahrer und die Tourenfahrer nehmen eine Scheibenbremse.
Scheibenbremsen haben bei Nässe grundsätzlich eine bessere Bremsleistung. Die Vorteile der hydraulischen Bremsen liegen auch darin, dass keine Seilzüge verschmutzen oder reißen können. Scheibenbremsen gibt es
jetzt auch an Rennrädern.
Achtung: Siehe auch Kaufberatung » Scheibenbremsen

5.0  Reifen  

Rennräder haben schmale Reifen (23/25 mm) die meist kein Profil haben.
Die Mountainbikes haben Breitreifen mit groben Profil. Breite Reifen rollen nicht schlechter als schmale Reifen,
bei gleichem Druck sogar besser. Bei den Reifen sind Profil und Druck entscheidend für den Rollwiderstand.
Fahren Sie überwiegend Straße, genügt ein  Reifen mit wenig Profil. Auch für befestigte Waldwege ist ein Reifen wie zum Beispiel der Schwalbe-Marathon ausreichend. Reifen mit groben Stollen haben nur im Gelände ihren Vorteil. Ein hoher Druck sorgt für Leichtlauf. Der breite Reifen kann mit weniger Druck gefahren werden.
Dadurch wird der Fahrkomfort erhöht. Sehen Sie hierzu auch Webseite » Tipps Reifen

6.0  Federung    

Eine Federung bringt Komfort und Fahrsicherheit. Aber dieser Komfort ist auch mit Nachteile verbunden.
Die Federung bringt zusätzliches Gewicht mit. Es sind aber auch Lager vorhanden, die gepflegt werden müssen und die mit der Zeit VERSCHLEISSEN.
Es gibt die unterschiedlichsten Federungssysteme:
a) Vorne ist die Federgabel  b) Hinten kann der Hinterbau gefedert sein c) Oder aber das Rad ist mit einer Federsattelstütze ausgestattet. Die Federsattelstütze erhöht den Komfort geringer (Federweg 40-50 mm) als ein gefederter Hinterbau. Viele Hersteller rüsten trotzdem überliegend die Räder serienmäßig mit einer Federsattelstütze aus, weil dieser Komfort in den meisten Fällen ausreicht. Achten Sie aber darauf, dass die Federsattelstütze seitlich nur geringes Spiel hat (der Sattel darf sich nicht drehen lassen).
Bei den preiswerteren Modellen erhöht sich dieses seitliche Spiel bei längerer Nutzung schnell.
Eine Federsattelstütze hat aber auch den Vorteil, dass keine Probleme beim Gepäcktransport verursacht werden und das Rad leichter ist. Die Sattelstütze sollte auf jeden Fall auf Ihr Körpergewicht abgestimmt werden.
Bei einem Rad mit Hinterbau-Federung steigt auch der Preis.
Bei der Hinterbau-Dämpfung gibt es unterschiede im Preis und in der Qualität. Die billigen Systeme haben oft schlechte Dämpfungseigenschaften und lassen sich nicht auf das Fahrergewicht einstellen.
Achtung: Die Ersteinstellung der Federung sollte grundsätzlich der Fahrradhändler vornehmen.
Sehen Sie auch hierzu die Seite » Fahrwerk einstellen
6.1  Federung und Gepäck
Eine Hinterrad-Federung muss immer auf das Fahrergewicht abgestimmt werden. Wird  zusätzlich mit Gepäck gefahren, ist die Abstimmung nicht mehr optimal. Deshalb sollte der Dämpfer dann neu abgestimmt werden (Luftdruck erhöhen).

7.0  Laufräder und Felgen    

Die Felgen sind aus Aluminium bei hochwertigen Rennrädern auch aus Carbon.
Man unterscheidet zwischen Kasten- und Hohlkammerfelgen. Hohlkammerfelgen haben einen Zwischenboden
und sind dadurch erheblich stabiler. Es gibt auch Aerofelgen die ein hohes Profil haben.
Das hohe Profil bietet mehr Stabilität. Es wird unempfindlicher gegen einen Schlag. Die Laufräder haben aber auch den Nachteil, dass sie schwerer werden. Fahrer über 85 Kg sollten hinten beim MTB und auch beim Trekkingrad Felgen fahren mit 36 Loch. Bei Rennradfahrer ab 90 kg ebenfalls 36 Loch.
Bei hochwertigen Laufrädern sollten die Nippellöcher geöst sein. Die meisten Felgen haben an den Flanken Verschleißmarken, die den Verschleiß bei Felgenbremsen anzeigen.
Bei den Laufräder rate ich davon ab, System-Laufräder zu verwenden, den im Falle einer Panne in entlegenen Gebieten bekommen Sie hierfür in der Regel keine Ersatzteile (Speichen). Laufräder die weniger als 28 Speichen  haben, halte ich auch nicht viel. Bei einer Acht (Unrundheit) können diese schlecht nachzentriert werden.

8.0  Radfahrkleidung  

Was braucht der Einsteiger sonst noch ?
Folgende Dinge werden noch benötigt:
a) Helm: Auch wenn der Radfahr-Anfänger es meist als nicht notwendig ansieht, ein Helm ist sehr wichtig.
Bei einem Sturz muss der Kopf geschützt werden. Argumente wie: Ich fahre vorsichtig sind nicht relevant.
Man kann noch so vorsichtig fahren, wenn andere das nicht tun, kann man schwere Schäden bekommen.
Auch ist der Kopf durch den Helm bei selbstverschuldeten Stürzen vor größeren Verletzungen geschützt.
b) Handschuhe: Sollte es zu einem Sturz kommen, dann ist es der Reflex des Radlers sich mit den Händen abzustützen. Wichtig ist es deshalb, wenn man jetzt die Handschuhe an hat. Man schützt sich damit gegen Abschürfungen an den Händen.
c) Radhose: Meist sind die Sättel straff gepolstert. Deshalb sollte man eine Radhose mit Sitzpolster tragen. Frauen sollten darauf achten, dass die Sitzpolster keine Mittelnaht haben, denn diese könnte  im Intimbereich scheuern und dann gibt es Probleme. Grundsätzlich ohne Unterhose fahren, weil die Nähte bei der normalen Unterwäsche anfangen mit der Zeit zu scheuern. Das führt dann schnell zu Wund-Stellen

9.0  Pedal und Schuhe

Oft klagen Radfahrer beim Fahren über taube und brennende Füße. Ursache ist in den meisten Fällen nicht eignete Schuhe. Wer mit Schuhe fährt, die eine weiche oder zu dünne Sohlen haben, hat meist dieses Problem.  Besser sind Schuhe mit harter Sohle. Auch ein zu schmales Pedal erhöht die Druckbelastung auf die Fußsohle stark stark. Schlecht ist auch ein stark gezacktes Pedal.
Für den sportlichen Radler/Biker würde ich auf jedem Fall ein Klickpedal empfehlen.
Es gibt folgende Systeme: a) SPD-System b) Look-System.
Ich würde das SPD-System empfehlen. Das hat den Vorteil, dass man mit den Schuhen besser laufen kann, da die Cletas in der Schuhsohle liegen. Das Klicksystem bringt insgesamt folgenden Vorteil:
Man hat immer die gleiche Trittposition und somit eine bessere Kraftübertragung auf die Kurbel durch DRÜCKEN und ZIEHEN.