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Sie wollen ein neues Fahrrad kaufen? Auf
zum Fachhändler.
Dort haben Sie eine größere Chance eine gute Beratung zu bekommen
!
Machen Sie nicht den Fehler und kaufen Sie Ihr Rad im Baumarkt oder
im Lebensmittel-Laden. Dort können Sie in der Regel keine vernünftige
Beratung und Service erwarten. Die Räder sind nur vormontiert. Die
Einstellung der Sattel- und Lenkerhöhe sowie die Einstellung von
Schaltung und Bremsen und Montage des Pedals muss der Käufer in
der Regel selber vornehmen. Oft sind die Laufräder schlecht EINGESPEICHT
und müssen nachzentriert werden.
Die Fachhändler weigern sich meistens, diese Räder nachzubessern.
Achtung: Nicht jedes Fachgeschäft ist immer kompetent.
Es lohnt sich Beratung, Produkte (Marken) und Service verschiedener
Fachgeschäfte zu vergleichen, um dann die richtige Entscheidung
zu treffen.
Achten Sie beim Kauf eines Fahrrades darauf, dass Ihnen der Händler
die Möglichkeit gibt, dass Rad ausreichend
Probe zu fahren. Eine kleine Runde von 5 min reicht nicht aus. Eine
Tour von 30 min sollte es sein, bevor
Sie eine Kauf-Entscheidung über das Rad treffen .
Die wichtigste Frage, die Sie sich vor dem Gang zum Händler stellen
sollten lautet:
Wofür will ich mein Fahrrad nutzen ?
• Für Wochenendtouren und Radreisen oder für den Weg zur Arbeit
» das Trekkingrad
• Zum Einkaufen oder für kleine Touren
» das
Cityrad
• Für sportliche Touren im Gelände
»
das Crossbike
» oder das Mountainbike
• Zum sportlichen Radfahren auf der Strasse
» das Rennrad oder das Fitnessbike
Daraus ergeben sich andere Anforderungen an das Rad. Je öfter Sie
Ihr Rad benutzen, desto wichtiger ist es, auf hochwertige Radteile
(Komponenten) zu achten. Damit steigt natürlich auch der Preis des
Rades.
Testberichte über Räder 2009 Mountainbikes-Rennräder-Fitnessbikes-Grossräder-Trekkingräder-Stadträder
finden Sie in der Zeitschrift " aktiv Radfahren " siehe Link
Testberichte.
Ein Fahrrad mit 27 Gänge hört sich gut an.
Sind 27 Gänge nötig ? Diese 27 Gänge können Sie im Fahrbetrieb
nicht alle nutzen. Viele sind (fast) gleich, einige sollte man nicht
nutzen, weil die Kette dann zu schräg läuft.
Von den 27 Möglichkeiten bleiben in der Regel nur 16 oder 17 Gänge
übrig.
Wichtig ist nicht immer die Anzahl der Gänge, sondern der kleinste
und der größte Gang.
Vom kleinsten Gang hängt im wesentlichen die Bergtauglichkeit ab.
Der Unterschied zwischen einer 7 oder 8 Gang Nabenschaltung und
einer 27-Gang Kettenschaltung liegt nicht
nur in der Bergtauglichkeit, sondern auch in der Abstufung.
Tourenfahrer und sportliche Fahrer legen mehr Wert auf eine feine
Abstufung. Sie werden deshalb in der Regel
eine Kettenschaltung bevorzugen. Die 8 Gang-Nabenschaltung von Shimano
und die von Sram " I-Motion 9"
bietet in Verbindung mit einem 2-Fach Kettenblatt (Vorne) eine höhere
Gangvielfalt und eine feinere Abstufung.
Sie wird deshalb auch an sportliche Trekkingräder verbaut.
Eine Nabenschaltung erfordert keine große Wartung. Man sollte deshalb
überlegen, ob man ein Rad für den Weg
zur Arbeit oder zum Einkaufen nicht mit einer wartungsarmen Nabenschaltung
nimmt.
Kettenschaltungen eignen sich für sportliche Räder an (auch für
Trekkingräder).
Diese Schaltungen haben eine breite (feine) Übersetzung und gute
Bergtauglichkeit, brauchen aber mehr Pflege
und haben einen höheren Verschleiß.
Je nach Einsatz muss bei einer Kettenschaltung alle 1500 bis 5000
km ein Kettenwechsel durchgeführt werden.
Auch die hintere Cassette muss von Zeit zu Zeit ausgetauscht werden.
Die 14-Gang-Nabenschaltung von Rohloff ist für den sportlichen Einsatz
ausgelegt und braucht wenig Wartung.
Sie ist aber auch teuer. Wenn man mal überlegt, was eine Kettenschaltung
durch Wartung (Verschleiß) über
Jahre kostet, kann sich die Mehrausgabe für eine Rohloff-Nabe durchaus
LOHNEN.
Es gibt vier Hersteller :
3.1 Shimano
* Marktführer bei 7-Gang-Nabenschaltung und 8-Gang-Nabenschaltung-Nexus/Alfine.
Achtung: Die neue 8 Gang-Nabenschaltung Alfine von Shimao
ist ohne Rücktritt und mit Scheibenbremse
deshalb bieten einige Radhersteller dieses Schaltungssystem
in Verbindung mit einem 2 Fach Kettenblatt
(2x8= 16 Gänge) an .
* Kettenschaltungen 8 / 9-Fach , Anzahl der Gänge 3 X 8 = 24 Gänge
oder 3 X 9 = 27 Gänge in allen
Qualitätsstufen.
* Rennrad-Kettenschaltung 10- Fach, Anzahl-Gänge = 2 X 10 = 20 oder
3 x 10 = 30 .
3.2 SRAM.
* Kettenschaltungen 9 fach und 10 fach bis 27 "Gänge" für
MTB,Rennrad,Trekkinrad in allen Qualitätsstufen
* DualDrive kombinierte 3 Gang-Nabe mit 8- fach Kettenschaltung , Anzahl-Gänge
3 x 8 = 24
* 7 Gang Nabenschaltung , 7 Gang Nabenschaltung
* 9 Gang Nabenschaltung " I-Motion 9" auch mit 2 Fach Kettenblatt
3.3 Campa (Rennradschaltung)
* Kettenschaltungen 11 fach bis 30 "Gänge" im hochwertigen
Bereich
3.4 Rohloff
* hochwertige 14-Gang-Nabenschaltung.
3.5 Schalthebel/Kurbeln/Ketten/Ritzel.
Die Verschleißteile wie Kette und Ritzel sind Shimano und
Sram kompatibel.
Bei den Schaltgriffen gibt es Drehgriffschalter, Daumenschalter
( Rapidfire- Plus-Schaltgriffe) und Dual-Controll Brems/Schaltgriffe
(Schalten u. Bremsen mit einem Hebel).
Es ist Geschmackssache wofür Sie sich entscheiden.
Bei den Kurbeln gibt es auch jetzt zu den 3 Fach Kurbeln ( 22/34/44
Zähne) und ( 26/36/48) eine 2 Fach kompakt Kurbel mit ( 34/50 Zähne
) die bei Rennräder, Fitnessräder und bei Trekkingräder verbaut
wird.
Für Rennräder und Fitnessräder gibt es Kurbeln mit folgenden Zähnen:53/39
- 52/39 - 52/39/30 - 50/34 .
Folgende Typen gibt es:
a) Rücktrittbremse
b) Felgenbremse: V-Brake, Hydraulischen-Bremse von Magura, Seitenzubremse
(Rennrad)
c) Scheibenbremse
Die Rücktrittbremse ist von der Witterung (Nässe) unabhängig, weil
sie in die Nabe integriert ist.
Rücktrittbremsen sind aber für längere Bergab-Fahrten nicht geeignet,
weil sie bei Dauerbremsung schnell überhitzen und die Bremskraft
dann nachlässt. Bei den Alltagsrädern sind sie wegen der Wartungsarmut
jedoch beliebt.
Sportlichen Fahrer und die Tourenfahrer nehmen jedoch besser eine
Felgen- oder eine Scheibenbremse.
Die Seitenzugbremse gibt es nur noch bei Rennrädern.
Bei den Felgenbremsen setzen sich die hydraulischen Bremsen von
Magura und die Scheibenbremsen immer
mehr durch. Felgenbremsen haben bei Nässe grundsätzlich eine geringere
Bremswirkung als bei Trockenheit.
Die Felgenbremsen haben den Nachteil, dass nicht nur die Bremsbeläge
verschleißen, sondern auch die Felgen.
Scheibenbremsen haben bei Nässe grundsätzlich eine bessere Bremsleistung.
Die Vorteile der hydraulischen Bremsen liegen auch darin, dass keine
Seilzüge verschmutzen oder reißen können.
Achtung: Siehe auch Kaufberatung
»
Scheibenbremsen
Rennräder haben schmale Reifen (23/25 mm)
die meist kein Profil haben.
Die Mountainbikes haben Breitreifen mit groben Profil.
Breite Reifen rollen nicht schlechter als schmale Reifen, bei gleichem
Druck sogar besser.
Bei den Reifen sind Profil und Druck entscheidend für den Rollwiderstand.
Fahren Sie überwiegend Straße, genügt ein Reifen mit wenig
Profil. Auch für befestigte Waldwege ist ein Reifen
wie zum Beispiel der Schwalbe-Marathon ausreichend. Reifen mit groben
Stollen haben nur im Gelände ihren Vorteil. Ein hoher Druck sorgt
für Leichtlauf. Der breite Reifen kann mit weniger Druck gefahren
werden.
Dadurch wird der Fahrkomfort erhöht. Sehen Sie hierzu auch Webseite
» Tipps
Reifen
Eine Federung bringt Komfort und Fahrsicherheit.
Aber dieser Komfort ist auch mit Nachteile verbunden.
Die Federung bringt zusätzliches Gewicht mit. Es sind aber auch
Lager vorhanden, die gepflegt werden müssen
und die mit der Zeit VERSCHLEISSEN.
Es gibt die unterschiedlichsten Federungssysteme:
a) Vorne ist die Federgabel.
b) Hinten kann der Hinterbau gefedert sein.
c) Oder aber das Rad ist mit einer Federsattelstütze ausgestattet.
Die Federsattelstütze erhöht den Komfort geringer (Federweg 40-50
mm) als ein gefederter Hinterbau.
Viele Hersteller rüsten trotzdem überliegend die Räder serienmäßig
mit einer Federsattelstütze aus, weil
dieser Komfort in den meisten Fällen ausreicht.
Achten Sie aber darauf, dass die Federsattelstütze seitlich nur
geringes Spiel hat (der Sattel darf sich nicht drehen lassen). Bei
den preiswerteren Modellen erhöht sich dieses seitliche Spiel bei
längerer Nutzung schnell.
Eine Federsattelstütze hat aber auch den Vorteil, dass keine Probleme
beim Gepäcktransport verursacht werden
und das Rad leichter ist. Die Sattelstütze sollte auf jeden Fall
auf Ihr Körpergewicht abgestimmt werden.
Bei einem Rad mit Hinterbau-Federung steigt auch der Preis. Bei
der Hinterbau-Dämpfung gibt es unterschiede
im Preis und in der Qualität. Die billigen Systeme haben oft schlechte
Dämpfungseigenschaften und lassen sich nicht auf das Fahrergewicht
einstellen.
Achtung: Die Ersteinstellung der Federung sollte
grundsätzlich der Fahrradhändler vornehmen.
Sehen Sie auch hierzu die Seite
»
Fahrwerk einstellen
6.1 Federung und Gepäck
Eine Hinterrad-Federung muss immer auf das Fahrergewicht
abgestimmt werden.
Wird zusätzlich mit Gepäck gefahren, ist die Abstimmung nicht
mehr optimal. Deshalb sollte der Dämpfer
dann neu abgestimmt werden (Luftdruck erhöhen).
Die Felgen sind aus Aluminium bei hochwertigen
Rennrädern auch aus Carbon.
Man unterscheidet zwischen Kasten- und Hohlkammerfelgen. Hohlkammerfelgen
haben einen Zwischenboden und sind dadurch erheblich stabiler. Es
gibt auch Aerofelgen die ein hohes Profil haben.
Das hohe Profil bietet mehr Stabilität. Es wird unempfindlicher
gegen einen Schlag. Die Laufräder haben aber auch
den Nachteil, dass sie schwerer werden.
Fahrer über 85 Kg sollten hinten beim MTB und auch beim Trekkingrad
Felgen fahren mit 36 Loch.
Bei Rennradfahrer ab 90 kg ebenfalls 36 Loch. Bei hochwertigen Laufrädern
sollten die Nippellöcher geöst sein.
Die meisten Felgen haben an den Flanken Verschleißmarken, die den
Verschleiß bei Felgenbremsen anzeigen.
Bei den Laufräder rate ich davon ab, System-Laufräder zu verwenden,
den im Falle einer Panne in entlegenen
Gebieten bekommen Sie hierfür in der Regel keine Ersatzteile (Speichen).
Laufräder die weniger als 28 Speichen haben, halte ich auch
nicht viel. Bei einer Acht (Unrundheit) können diese schlecht nachzentriert
werden.
Was braucht der Einsteiger sonst noch ?
Folgende Dinge werden noch benötigt:
a) Helm: Auch wenn der Radfahr-Anfänger es meist
als nicht notwendig ansieht, ein Helm ist sehr wichtig.
Bei einem Sturz muss der Kopf geschützt werden. Argumente wie: Ich
fahre vorsichtig sind nicht relevant.
Man kann noch so vorsichtig fahren, wenn andere das nicht tun, kann
man schwere Schäden bekommen.
Auch ist der Kopf durch den Helm bei selbstverschuldeten Stürzen
vor größeren Verletzungen geschützt.
b) Handschuhe: Sollte es zu einem Sturz kommen,
dann ist es der Reflex des Radlers sich mit den Händen abzustützen.
Wichtig ist es deshalb, wenn man jetzt die Handschuhe an hat. Man
schützt sich damit gegen Abschürfungen an den Händen.
c) Radhose: Meist sind die Sättel straff gepolstert.
Deshalb sollte man eine Radhose mit Sitzpolster tragen.
Frauen sollten darauf achten, dass die Sitzpolster keine Mittelnaht
haben, denn diese könnte im Intimbereich
scheuern und dann gibt es Probleme. Grundsätzlich ohne Unterhose
fahren, weil die Nähte bei der normalen Unterwäsche anfangen mit
der Zeit zu scheuern. Das führt dann schnell zu Wund-Stellen
Oft klagen Radfahrer beim Fahren über taube
und brennende Füße.
Ursache ist in den meisten Fällen nicht eignete Schuhe.
Wer mit Schuhe fährt, die eine weiche oder zu dünne Sohlen haben,
hat meist dieses Problem.
Besser sind Schuhe mit harter Sohle. Auch ein zu schmales Pedal
erhöht die Druckbelastung auf die Fußsohle
stark stark. Schlecht ist auch ein stark gezacktes Pedal. Für den
sportlichen Radler/Biker würde ich auf jedem
Fall ein Klickpedal empfehlen.
Es gibt folgende Systeme : a) SPD-System b) Look-System.
Ich würde das SPD-System empfehlen. Das hat den Vorteil, dass man
mit den Schuhen besser laufen kann, da die Cletas in der Schuhsohle
liegen. Das Klicksystem bringt insgesamt folgenden Vorteil: Man
hat immer die gleiche Trittposition und somit eine bessere Kraftübertragung
auf die Kurbel durch DRÜCKEN und ZIEHEN.